Der letzte Templer – Prolog

Dieser Teil wurde 2007 geschrieben und ist bis heute bis auf wenige grammtikalische Stellen weitgehend unverändert geblieben:

Am Abend des 12. Oktober 1307:

„Gérard, kommt endlich!“

„Gleich“, kommt es flüsternd zurück, „Ich überprüfe nur noch das Stroh, ob die Kisten nicht gesehen werden können.“

„Gérard, macht schnell! Ich hoffe es kommt keiner und sieht uns.“

„Ganz ruhig Hugo! Uns sieht schon keiner.“

„Sir. Alle 50 Pferde stehen bereit. Ich habe einen Boten nach La Rochelle geschickt, um unsere Ordensschiffe bereit zu machen.“

„Sehr gut Gerard de Saint-Armand! Wo sind die anderen 21?“

„Schon auf dem Wagen und auf den Leitpferden.“, kommt es von Gérard de Saint-Armand. „Bravo, Gérard de Saint-Armand. Ihr macht mir als Namensväter alle Ehre.“

„Nur dass ihr de Villier und ich Saint-Armand heiße und Ihr der Präzeptor und Visitator von Frankreich seid.“

„Danke, mein Junge. Möge Gott euch beschützen in dieser ruchlosen Zeit. Aber ich denke, ich werde diesen Titel und Namen sehr bald ablegen müssen.“ sagte Gérard de Villiers. „Hugo! Hugo de Châlons! Wo seid ihr? Mich ständig aufzufordern schnell zu machen, aber selbst nichts machen!“

„Ja, Sir!“

„Endlich! Alles fertig?“

„Alles fertig, Sir. Wir können nach La Rochelle!“

„Gut. Und nenn mich nicht Sir! Also los! Beauseant alla riscossa!“ flüstert Gérard de Villiers in die Nacht.

„Beauseant alla riscossa!“, flüstern 23 Stimmen zurück. Stimmen, die mutig, stolz und zugleich im Wissen ihrer schweren Aufgabe ängstlich klingen.

 

„Drei mit Stroh beladene Wagen verlassen den Tempel in Paris. Es ist kurz nach Einbruch der Nacht. Gérard de Villiers, Präzeptor und Visitator von Frankreich, Hugo de Châlons, Gérard de Saint-Armand und 21 weitere Templer sind mit den Wagen nach La Rochelle, dem Hafen der Templer. Auf den drei Wägen ist der gesamte Schatz des Generalvisitators Hugo de Pairaud. In La Rochelle besteigen sie 17 Schiffe. Diese Schiffe verlassen den Hafen in Richtung Westen. Die Atlantikflotte der Tempelritter gilt seitdem als verschollen.

Am nächsten Tag, den Freitag 13. Oktober 1307, auch genannt Schwarzer Freitag, ist die Großverhaftung der Templer in Frankreich. Es werden in Frankreich über 550 Templer an über 30 verschiedenen Plätzen verhaftet. Auch darunter der Großmeister, Jaques de Molay.

Den Templern wurde vorgeworfen bei ihrer Aufnahme in den Orden, dreimal Christus verleugnet zu haben, indem sie dreimal das Kreuz bespuckten. Sie sollen den Aufnehmenden auf Gesäß, Genitalien und Mund geküsst haben und deshalb homosexuell sein. Die Templer sollen auch eine Götzengestalt, den Baphomet angebetet haben.

Der Papst Clements V., löste am 23.März 1312 den Orden der Templer auf.

Am 18.März 1314 wurden Jaques de Molay und Geoffroy de Charnay abends auf dem Scheiterhaufen vor Notre Dame hingerichtet. Damit gab es den Orden offiziell nicht mehr.

Doch der Orden lebte weiter. Einige Templer flohen nach Schottland, andere nach Portugal, wo sie in den Christusorden aufgingen und Spanien. Ein Teil der Templerflotte, so spekuliert man, die 17 Schiffe von La Rochelle, gelangten nach Amerika zu den Mayas. Man glaubt, dass die Templer dort, die weißen, bärtigen Götter waren, die in Schriften der Mayas auftauchen.“

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