Meine RSS-Feed-Reader Part II : Fever

Lange Zeit ist es her, da habe ich einen meiner verwendeten Feed-Reader TTRSS vorgestellt. Diesen benutze ich jedoch vorrangig für meine mobilen Geräte, da mir die verfügbaren Designs auf dem Desktop nicht gefallen. Als ich mich damals nach Google Reader-Alternativen umgesehen habe, bin ich auf einen weiteren interessanten Feed-Reader gestoßen, Fever.

Wie bei TTRSS bin ich relativ schnell auf Fever gestoßen. Einzig der Umstand, dass er kostet und die Screenshots von einem Mac-System stammten, ließ mich etwas zögern. Aber dann entschloss ich mich, Fever doch eine Chance zu lassen und gin darauf ein. Also registrierte ich mir ein Konto bei dem Entwickler, lud Geld auf meine Kreditkarte und bezahlte. Danach konnte ich die Dateien des Readers ganz einfach auf meinem Webspace hochladen und die Erstkonfiguration starten. Das ging sehr leicht von statten, da der Entwickler ein Skript mitliefert, welches das Eintragen der Datenbankdaten sehr vereinfachte. Da mir die Weboberfläche von TTRSS eh nicht wirklich gefallen hat, bin ich auch heute noch froh, diesen Schritt gegangen und in dieses Programm investiert zu haben. Eben weil ich den Großteil meiner Online-Zeit eh vor dem Desktop verbringe, bin ich froh, in Fever den perfekten RSS-Feed-Reader für mich gefunden zu haben. Denn im Browser lässt er sich wunderbar bedienen und kommt auch nicht mit zu viel Schnickschnack her.

Wie bekomme ich Fever?

Fever gibt es nicht als Freeware, man muss erst eine Lizenz erwerben. Diese kostet einmalig 30$, in Euro etwa genauso viel umgerechnet. Bezahlen kann man per Kreditkarte (ob mittlerweile weitere Methoden angeboten werden, weiß ich nicht). Vorher muss man noch ein Konto bei dem Entwickler anlegen. Nach dem erfolgreichen Kauf von Fever erhält man einen Downloadlink und weitere Instruktionen. Aktuell sieht es zwar aus, dass Fever nicht weiter fortgeführt wird (das letzte Update 1.39 ist vom 22.09.2014), aber das muss nichts heißen. Denn Fever ist auch so recht stabil und läuft einwandfrei.

Der RSS-Feed-Reader benötigt nur einen einfachen Speicherplatz (Webspace), also mindestens shared-hosting, mit PHP und einer MySQL-Datenbank. Diesen bekommt ihr mittlerweile auch als kostenloses Angebot bei diversen Anbietern. Wichtig dabei ist, dass eine Datenbankanbindung besteht und PHP-Code ausgeführt werden kann und darf. Optional empfielt es sich einen CronJob-Dienst zu nutzen, da somit die Feeds automatisch aktualisiert werden. Da ich jedoch keinen habe, werden die Feeds nur beim Aufruf der Seite auf Neuigkeiten geprüft, was nicht so schlimm ist, da Fever bei mir eh immer in einem Tab läuft. Alle paar Minuten werden die RSS-Feeds dann abgerufen.

Die erhaltenen Dateien von Fever ladet ihr einfach auf euren Webspace. In den Instruktionen steht eine Seite, die ihr aufrufen müsst, in der dann das Installationskript durchläuft. Dort gebt ihr eure MySQL-Datenbank an. Nach Einrichtung müsst ihr Fever noch einen Benutzernamen und Passwort zuweisen, denn eure Feeds wollen schließlich nur von euch gelesen werden. Fever ist eine single-user-application, daher gibt es nur ein Benutzerkonto. Da ich diesen Dienst eh allein nutze, ist das kein Problem. Nun könnt ihr neue Feeds hinzufügen bzw auch eine bestehende opml-Daten importieren.

Mit was nutze ich Fever?

Wie schon oben beschrieben, nutze ich Fever nur am Desktop, weniger mobil oder als App. Als App kann ich Press empfehlen, da könnt ihr eure Fever-Instanz einfach angeben. Eine weitere App wäre Meltdown, die finde ich persönlich aber nicht so schön. In der mobilen Ansicht ist Fever auf kleineren Geräten leider murks, dafür habe ich aber meinen Desktop-Browser und einen größeren Bildschirm. So lassen sich auch alle Feeds und Nachrichten gut überblicken und managen.

Zur allgemeinen Benutzung gibt es nicht viel zu sagen, ich finde die Darstellung recht intuitiv. Über die Kategorien können die darzustellenden Nachrichten eingeschränkt werden oder auch nur von einem Feed angezeigt werden. Mithilfe der Suchfunktion werden die Nachrichten nach Stichworten durchsucht und ausgegeben.

Was Fever eingentlich so besonders macht (wohingegen ich diese Funktion so gut wie gar nicht nutze), ist, dass er auftauchende Nachrichten in einem Reiter namens „Hot“ nach Häufigkeit bzw Relevanz sortiert. Die „Hotness“ wird auch durch eine Temperaturanzeige dargestellt, mein Höchststand war bisher nur 42.6° Celsius in der Wertung auf eine Woche. Ein nettes kleines Gimmick. Aber auch so ist Fever ein schöner und stabiler Feed-Reader, bei dem ich die Kontrolle über meine Feeds behalte und die mir auch ohne viel Schnickschnak angezeigt werden.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁
Meltdown
Meltdown
Entwickler: Paul Hubbard
Preis: Kostenlos

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